Der massive Glockenturm im romanischen Stil dürfte aus dem 13. Jh. stammen. Ursprünglich befand sich der Chor im Erdgeschoss; 1745-1748 wurden das Langhaus und der heutige Chor auf der entgegengesetzten Seite errichtet.
Das Tabernakel mit Flügeln und Reliquiaren gehört zu den schönsten seiner Art im Elsass. Das 1668 ausgeführte Gehäuse stammt vom Hochaltar der Abtei von Lucelle.
Das große Altarbild wurde von Jean-Jacques Bulffer (1744-1819) gemalt. Es stellt den Schutzherrn der Gemeinde St. Leodegar dar. Links unten erkennt man die Kirche von Koestlach.
Die barocken Seitenaltäre wurden 1751 ausgeführt. Auf dem Deckengemälde des Langhauses ist eine 1747 von Joseph Xavier Hauwiller gemalte Himmelfahrt Mariä zu sehen.
Die beiden Holztafeln auf der rechten Seitenwand werden in die Mitte des 18. Jh. datiert und Mathias Jehl zugeschrieben.
Die Wangen der Bänke (1867) stammen aus der ehemaligen Gießerei Paravicini aus Lucelle. Valentin Rinkenbach baute die Orgel (1837). Auf dem Taufbecken aus dem Jahr 1780 sind die Symbole der Erbsünde, die Schlange und der Apfel, dargestellt (Marc Glotz, Le Sundgau à vélo).
Rue des Romains, 68480 Koestlach