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À tire-d’aile. Anna Sommer im Dialog mit den Sammlungen

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Das Musée Tomi Ungerer widmet Anna Sommer die erste institutionelle Einzelausstellung in Frankreich 

Die Schweizer Künstlerin wurde 2024 mit dem Max und Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comiczeichnerin ausgezeichnet.

Sie hat im Laufe der letzten Jahrzehnte eine ganz eigene Weise entwickelt, in Bildern zu erzählen. Ob es sich um Porträts aus Collagen handelt, um kurze Bildergeschichten, ganze Comicbücher in Tusche oder humoristische Radierungen – immer gibt es einen Moment des Schnitts in die Oberfläche, die sich auf einen Witz, auf ein Unbehagen oder auf eine weitere Ebene des Sinns hin öffnet. Mit der gleichen Präzision, mit der die Künstlerin das Papier mit dem Cutter schneidet, um es anschließend zu großformatigen und farbigen Papierschnitten zusammenzufügen, seziert sie unser menschliches Miteinander, unsere Liebeskämpfe, Wünsche, Rollen und Identitäten.

Im Rahmen einer Carte Blanche hat sich die Künstlerin intensiv mit der Sammlung und den Werken von Tomi Ungerer beschäftigt, welche sie im Dialog mit ihren eigenen Werken zeigt. Darüber hinaus hat Anna Sommer aber auch einige Zeichnungen von anderen Künstler*innen ausgesucht, die einen narrativen, formalen oder poetischen Bezug zu ihren eigenen Arbeiten aufweisen: Tomi Ungerer und Borislav Sajtinac aus der Sammlung des Musée Tomi Ungerer, Marcelle Cahn und Käthe Kollwitz aus der Sammlung des Musée d’Art Moderne et Contemporain und Toshusaï Sharaku und Kitagawa Utamaro aus der Sammlung des Cabinet des Estampes et des Dessins. Mit diesem bewusst subjektiven künstlerischen Blick bejaht die Ausstellung die Vielzahl an Anknüpfungspunkten, die Werke über Gattungsgrenzen, Stile und Epochen hinaus verbinden.

  • Accès handicapé : Ja

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