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Untergang des Ancien Régime: Der Kardinal de Rohan und die Halsbandaffare

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In einer Gemeinschaftsproduktion presentieren das Straflburger Kunstgewerbemuseum und das Museum des Nationalarchivs in Paris die erste Ausstellung ¸ber den als „Halsbandaffare“ in die Geschichte eingegangenen Betrugsskandal, der in den letzten Herrschaftsjahren von Ludwig XVI. und Marie Antoinette aufgedeckt wurde und bis in die Zeit der Franzosischen Revolution hineinreichte.

Als die „Affare um das Halsband der Konigin Marie Antoinette“ am 15. August 1785 ans Licht kommt, ist der Skandal perfekt: Kardinal Louis de Rohan wird unter groflem Aufsehen am Hof von Versailles festgenommen, Konigin Marie Antoinettes Name fallt in einer undurchsichtigen Betrugsgeschichte, ein auflergewohnlich kostbares Diamantschmuckstück ist verschwunden, zahlreiche hochrangige Personlichkeiten sind in die Intrige verwickelt.

Erstmals steht die Halsbandaffare im Mittelpunkt einer ganzen Ausstellung, die den Betrug von Anfang an aufrollt und den Hergang und die Folgen der Ereignisse in den zehn Jahren zwischen 1783 und 1793 beleuchtet. Dabei schaut sie auch hinter die Kulissen dieser ebenso ungeheuerlichen wie spektakularen Begebenheit und analysiert den Skandal und die damit verbundenen Narrative als Manifestation der politischen und sozialen Umwalzungen im vorrevolutionaren Frankreich unter Ludwig XVI.

Ausstellungsbegleitend wird bis zum 21. Juni 2027 ein Rundgang durch die Prunkgemacher des Rohan-Schlosses den Fokus auf das Leben, den Werdegang und die Sammlungen des Kardinals de Rohan richten. Die Praentation dieser kostbaren Sammlungen an den Orten, an denen der Furstbischof einst lebte, verdeutlicht sehr anschaulich die Funktionen und den prunkvollen Lebensstil des hohen Klerus zu Ende des absolutistischen Ancien Régime. Diese wertvollen Kunstobjekte beforderten die politische Karriere ihres Besitzers und waren Marker seines gesellschaftlichen Ranges. Die meisten von ihnen stammen aus den Straflburger Sammlungen (Keramik, Textilien, Schmuck, Bucher, Druckgrafiken), hinzu kommen Sonderleihgaben. Sie laden zu einer Reise in die Zeit des illustren Pralaten ein und nuancieren das Portrat dieses hintergangenen, leichtglaubigen Kardinals, dessen Name fur immer untrennbar mit der Halsbandaffare verbunden bleiben wird.

Eine Ausstellung des Straflburger Kunstgewerbemuseums in Koproduktion mit dem franzosischen Nationalarchiv. Zweite Etappe der Ausstellung vom 7. April bis 12. Juli 2027 in Paris.

Ausstellung mit Unterstutzung der Bibliothèque nationale de France 

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